Sonntag, 23. August 2009

Grabsteine in Balatonudvari

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Nach nunmehr am 12. Urlaubstag in Ungarn, habe ich mir im Ort Balatonudvari die herzförmigen Grabsteine angesehen. Auf diesen alten Friedhof, der unter Denkmalschutz steht und dort keine Bestattungen mehr stattfinden, befinden sich noch 50 von diesen interessanten, herzförmigen, aus weißen Sandstein gemeißelten Grabsteinen aus dem Anfang 19. Jahrhundert. Die Gräber sind an der Stelle des Begräbnis abgesackt, also Nachts ist es sicher gruselig dort.

Samstag, 15. August 2009

Kinizsi-Burg in Nagyvázsony

Nagyvázsony liegt etwa 20 km nordwestlich von Balatonfüred und 22 km südwestlich von Veszprém.

Anfang des 15. Jahrhunderts hat die Gutsbesitzerfamilie Vezsenyi den Wohnturm, Kern der heutigen Burg, errichten lassen. Der über 25 Meter hohe Wohnraum hatte sechs Etagen, unter den Räumen mit Tonnengewölbe dienten die Etagen als Wohnräume für den Burgherren mit Gattin und der Bergwache. Nachdem Aussterben der Familie Vezsenyi, die ohne Nachkommen blieb, gelangte die Burg zurück an den König. Im Jahre 1472 ging die Burg als Geschenk des Königs Matthias in den Besitz seines für seine Kraft berühmten Heerführers Pál Kiniszi über, der ursprünglich ein Nagyvázsonyner Müllergeselle gewesen war. Den in seiner heutigen Form Gebäudekomplex ließ Kiniszi ausbauen. Obwohl die Burg im 16. - 17. Jh. als Grenzfeste diente, hat sie die Kriege verhältnismäßig gut überstanden. Nach dem Tode Kinizsis wechselten die Besitzer der Burg häufig. Sie verlor mit dem Aufkommen der Feuerwaffen ihre Funktion und begann zu zerfallen. Der Wohnturm, der seit Mitte des 18. Jahrhunderts Gefängnis benutzt wurde, wurde 1955-60 erschlossen und restauriert. In der Burgkapelle befindet sich das Grabmal Kinizsis aus rotem Mamor.

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Durch das äußere Torrondell gelangt man in das Innere der Burg, über die den ehemaligen Wassergraben überquerende Brücke. Dort erhebt sich der 25 m hohe Wohnturm, in dessen Erdgeschoss das einstige Gefängnis zu sehen ist. Die obigen Räume sind in ihrer ursprünglichen Bestimmung wiederhergestellt und eingerichtet worden und dienen heute als burggeschichtliches Museum. Von ganz oben hat man eine gigantische Aussicht.

Mittwoch, 12. August 2009

Reise ins noch mir unbekannte Ungarn

Guten Morgen Deutschland! Um 03:00 Uhr war die kurze Nacht zu Ende und Zeit zum Aufbruch ins noch Unbekannte. Bereits in einer Stunde soll die Abfahrt aus dem heimatlichen Ort sein. Die Augen zwangsmässig aufgerissen, schnelle Katzenwäsche, den Kaffee nebenbei getrunken und die letzten Sachen noch schnell zusammengepackt die den Abend zuvor noch nicht ins Auto verladen werden konnten, saßen alle Passagiere punkt 04:15 Uhr im Auto. Alles zusammen gutes timeing. Es ist noch dunkel, 18 Grad Celsius und eine Menschenleere. Auf der Autobahn Richtung Dresden haben wir freie Fahrt. Gute zwei Stunden ohne einen Zwischenfall ist bereits Dresden erreicht. Der Verkehr in Dresden ist um diese Zeit recht flüssig, so das wir gut durchgekommen sind. Kurz vor der Grenze nach Tschechien kurzer Zwischenstop, Vinigette für die Autobahnen in Tschechien kaufen. Glatte 300 Kronen, gültig für einen Monat sei dazu gesagt. Nach vielen Tunneln und kleinen Bergen, aber beeindruckender Landschaft, nun endlich in Tschechien. Der Himmel grau in grau und in den Wäldern kochen die Hasen Suppe. Etwa 08:15 Uhr Durchfahrt durch Para / Prag. Die Straßen und Verkehr ist einfach schrecklich! Stop and Go, naja, um diese Zeit wird es vermutlich in Berlin nicht anders sein. Nur sind dort die Straßen etwas übersichtlicher beschriftet. Eine für uns Miniminibaustelle verursacht hier einen Megastau und Frust bei den Verkehrsteilnehmern. Erstaunt waren wir über die Eingitterung kleiner mobilen Ampeln. Hätte ich gerne mal ein Foto von gemacht, aber da ging es schon wieder weiter. Raus aus Prag und etwa zwanzig Minuten später, nun auf der Suche nach einen Rastplatz an der Autobahn. Den ersten potentiellen angefahren, sah nicht gerade einladend aus. Ein Hotel mit interner Gaststätte und Tankstelle ist noch in Ordnung, aber auf den Parkplätzen mit Sitzgelegenheiten hinter ein Häuschen stehender pinkelner Mann verging ein der Appetitt. Also weiter zum nächsten, aber auch da sehr enttäuschend, nichts als nur LKW-Stellplätze. Beim dritten Versuch dann endlich Erfolg. Mit einem Sprint aus dem Auto in den Toiletten. Das war vielleicht eine Erlösung. Gut gestärkt und nach einigen Kaffees dann weiter. Es sind immer noch gut 149 Kilometer bis Brno. Das Wetter ist leider immer noch recht bewölkt, aber feuchtwarm. 64 Kilometer von Brno ein Megastau von mehreren Kilometern. Ein LKW nach den anderen. Das Bild kennt man eigentlich nur von der A12 Richtung Polen. Schneckentempo ist angesagt und die Angst steigt seinem Bedürfnis zum Entledigen nicht nachkommen zu können. Mittlerweile hat sich nun die Sonne doch entschieden langsam zu erscheinen. Genug Zeit noch ein Bild von Nirgendwo zu knipsen.

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Nach zwanzig Minuten Schneckentempo auf der Autobahn, konnte man jetzt sehen was der Grund für diesen Megastau war. Ein Auto hatte zwei Platte Reifen auf einer Seite und alles musste gaffen. Toll, wie Weltbewegend. Und irgendwie bekommen die hier den Reisverschlusseffekt im Straßenverkehr nicht hin, aber das ist wohl überall so. Es sind noch 56 Kilometer bis Brno, jetzt aber wieder Freie Fahrt voraus. Brno erreicht und die Slovakai durchkreuzt, erreichten wir endlich die ungarische Grenze.

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Sonne pur, leicht bewölkt und schon recht heiß hier, ca. 36 Grad Celsius. Weiter freie Fahrt durch Ungarn bis zum Ziel. Um ca. 14:30 Uhr erreichten wir Balatonudvari und wurden sehr herzlich von den Eigentümern des Ferienhauses begrüßt und das in Badeklamotten, unvorstellbar in Deutschland. Aber so wie es in den meisten Reiseführern steht, die ungarischen Menschen sind äußerst gastfreundlich. Gleich ein Bussi zur Begrüßung links rechts.